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InsightsArtikel
Individualsoftware

Make or Buy: Wann sich Individualsoftware rechnet

Lizenzkosten sind der offensichtliche Teil der Rechnung. Der teurere Posten ist der Prozess, den Sie an ein Standardprodukt anpassen müssen.

Stefan SchafschnitzProjektleitung16.06.20262 Min. Lesezeit
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Die Frage wird meist als Kostenvergleich gestellt: Lizenz gegen Entwicklungsbudget. Das ist die einfachere Hälfte der Rechnung, und sie führt fast immer zum gleichen Ergebnis – Standard ist billiger. Interessant wird es erst, wenn man den zweiten Posten dazunimmt.

Dieser Posten heißt Anpassung: der Aufwand, den Ihre Organisation betreibt, um mit einem Produkt zu arbeiten, das für einen anderen Ablauf gebaut wurde. Er taucht in keinem Angebot auf, weil er sich in Arbeitszeit verteilt statt in Rechnungen.

Wo Standard klar gewinnt

Bei allem, was in Ihrem Unternehmen genauso läuft wie in tausend anderen: Buchhaltung, Lohnverrechnung, E-Mail, Dokumentenablage. Hier ist jede Eigenentwicklung eine Wette gegen einen Anbieter, der dieselbe Funktion über Jahre gepflegt und an hunderten Kund:innen getestet hat.

Auch bei CRM raten wir in der Mehrzahl der Fälle zum Standard. Ein etabliertes System deckt achtzig bis neunzig Prozent des üblichen Vertriebsprozesses ab, und die restlichen Prozent lassen sich konfigurieren statt programmieren.

Wo Individualsoftware sich rechnet

Dort, wo der Ablauf Teil Ihres Angebots ist. Ein Konfigurator, der Ihre Fertigungslogik abbildet, eine Disposition, die Ihre spezifischen Restriktionen kennt, ein Portal, das Ihre Kund:innen von denen des Wettbewerbs unterscheidet: Das sind keine Verwaltungsaufgaben, sondern der Grund, warum jemand bei Ihnen kauft.

Eine brauchbare Prüffrage

Würden Sie diesen Prozess ändern, wenn ein Standardprodukt es verlangt? Wenn ja, nehmen Sie den Standard – der Prozess war offenbar nicht wesentlich. Wenn nein, haben Sie gerade begründet, warum sich eine Eigenentwicklung trägt.

In der Praxis fällt die Antwort selten eindeutig aus, und das ist in Ordnung. Die meisten unserer Projekte sind Mischungen: ein Standard-CRM als Datenbasis, daneben eine eigene Anwendung für den Teil, der das Geschäft ausmacht, verbunden über eine Schnittstelle, die beide Seiten sauber trennt.

Wichtig ist nur, die Entscheidung bewusst zu treffen und nicht über Jahre hinweg durch Workarounds zu ersetzen.

Nächster Schritt

Make or Buy für Ihren Fall durchrechnen

Wir sehen uns Ihren Prozess an und sagen Ihnen, welcher Teil Standard bleiben kann.

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Dieser Beitrag ist mit KI-Unterstützung entstanden — Entwurf mit KI, Freigabe durch unser Team. Wir arbeiten selbst so, wie wir es unseren Kund:innen empfehlen.