
Wem gehören Ihre Kundendaten – Ihnen oder Ihrem CRM-Anbieter?
Ein CRM verwaltet die sensibelsten Daten eines Unternehmens, und wer hier die Kontrolle abgibt, riskiert mehr als nur ein IT-Problem.
Was ein gutes Ticketsystem ausmacht, welche Vorteile automatisiertes Ticketing bringt und für wen sich die Investition lohnt.
Dieser Beitrag ist zuerst bei ADITO erschienen und wird hier mit freundlicher Genehmigung wiedergegeben.

Durch die immer weiter fortschreitende Digitalisierung gewinnen Ticketsysteme zunehmend an Bedeutung. Ohne Collaboration und Transparenz gilt ein Unternehmen als rückständig. „Bitte rufen Sie morgen wieder an, wenn Herr XY wieder am Platz ist.” Sätze wie dieser, lange Warteschleifen, Weiterleitungen oder der Gang in ein Servicebüro empfinden Kunden als zeitraubend und nervenaufreibend. Die Kommunikationswege verlagern sich zunehmend auf digitale Kanäle. An- und Rückfragen sollen heutzutage möglichst einfach zu stellen und schnell gelöst sein. Im Idealfall gibt es mehrere Möglichkeiten der Kontaktaufnahme (z.B. E-Mail, Kontaktformular).
Der Informationsfluss innerhalb eines Unternehmens wird vorausgesetzt. Sprich: Auch wenn gerade niemand direkt erreichbar ist, sollte dem Kunden trotzdem geholfen werden können. Warum die Investition in ein automatisiertes Ticketsystem deshalb einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für Ihr Unternehmen bietet, erfahren Sie in diesem Artikel.
Ein Ticketsystem ist ein Tool zum Managen von Kundenanfragen. Es wirkt zwischen Kundenservice und dem Fachpersonal in Ihrem Unternehmen. Um Anfragen zu verwalten, werden im firmeneigenen System immer dann Datensätze, sog. „Tickets”, erfasst, wenn ein Kunde ein Anliegen hat. Jedes Ticket erhält eine einmalige Nummer und bleibt im System auffindbar. Im Ticket sind alle relevanten Informationen hinterlegt.
Informationen werden zentral und transparent dokumentiert und können nicht verloren gehen. Gelöste „Fälle” werden geschlossen. Kritische werden priorisiert.
Ein Ticketsystem bietet ein hohes Potenzial für eine Automatisierung.
Service-Level-Agreement (SLA)
Unter SLA versteht man den Rahmenvertrag über wiederkehrende Servicetätigkeiten, der zwischen Auftraggeber und Dienstleister vereinbart wurde. Bestimmte Reaktionszeiten und Leistungsumfänge werden zugesichert.
Was versteht man unter Low Code?
Low Code-Entwicklung meint die vereinfachte Erstellung oder Anpassung von Anwendungen und Apps ohne explizite Programmierkenntnisse. Klassische, textbasierte Programmiersprache wird beim Low Code also weitgehend von grafischen Elementen ersetzt. Mit relativ geringen Programmierkenntnissen lassen sich mit dieser Form der Programmierung komplexe Workflows und Microservices mit ansprechender Benutzeroberfläche erstellen.
„Der Kunde ist König.” – Lassen Sie diesen Leitspruch in Ihrem Unternehmen keine hohle Phrase sein. Durch ein Ticketsystem lässt sich der Grundstein für Customer Centricity legen.
Ein ins CRM integriertes Ticketsystem macht es möglich: In unserem Beispiel zeigen wir Ihnen, wie Sie die User Experience verbessern, indem Sie eine ungezwungene Art der Kommunikation anbieten. Statt in sprachlich aufwendig formuliertem Schriftverkehr schätzen es Kunden sehr, wenn Sie mit leicht verständlicher Sprache auf sie zugehen können und ihnen ebenfalls auf Augenhöhe begegnen.
Sollte ein Anliegen detaillierte, manuelle Antworten erfordern, so kann man dem Kunden direkt aus dem CRM-System auf das Mobiltelefon antworten.
Der Kunde schreibt sein Anliegen. (Den Kontakt könnte er als Telefonnummer im Mobiltelefon bereits eingespeichert, oder ihn beispielsweise vom QR-Code auf einem Rechnungskopf gescannt haben)
Die Antwort erfolgt in Sekundenschnelle. Die Werkstatt kann, trotz geschlossener Öffnungszeiten und dank vorgefertigter Templates, sofort auf den Kunden eingehen. Anhand der Mobilnummer kann der Kunde identifiziert werden. Darüber hinaus sind in der Datenbank Garantiezeiten, verbaute Teile und viele weitere Infos zum Kunden hinterlegt.
Was geschieht derzeit „Hinter den Kulissen”? In der Werkstatt laufen Anfragen wie diese im Ticketpool ein und können von den Mitarbeitenden übersichtlich in einem Dashboard eingesehen werden. In der Ticketansicht werden Absender, Kundennummer, Priorität und bisher stattgefundene Korrespondenz sichtbar.
Dank einsehbarem Status kann ein Ticket beispielsweise auf „übernommen”, „in Bearbeitung”, „in Klärung” oder „abgeschlossen” stehen.
Der Kunde bleibt stets informiert. Statusupdates halten den Kunden auf dem Laufenden. Dokumente wie Rechnung oder Servicebericht können bequem über das Ticket direkt eingesehen werden.
Nutzen Sie das volle Potenzial Sofern der Kunde zulässt, dass man ihn weiterhin kontaktiert, bietet sich auch die Möglichkeit, ihn um eine Bewertung zu bitten. Aus eigenem Impuls erfolgen oft nur negative Rezensionen. Sammeln Sie aus diesem Grund möglichst viele Erfahrungsberichte und steigern Sie so die Glaubwürdigkeit und Attraktivität Ihres Unternehmens nachhaltig.
Ein Ticketsystem bietet sowohl aus Kunden- als auch aus Unternehmersicht eine Vielzahl an Vorteilen. Die Gründe, aus denen ein Kunde auf einen Dienstleister zukommt, sind vielfältig. Es können Fragen oder Probleme zu Ihrem Produkt auftauchen, eine Beschwerde, eine gewünschte Vertragsänderung. Um Missverständnissen und Problemen vorzubeugen, hilft ein Ticketsystem dabei, richtig zu routen.
Auch kleine Unternehmen sollten von Beginn an mit einer Ticket-Verwaltung arbeiten. Zunächst gibt es genügend Freeware-Angebote auf dem Markt. Zum späteren Zeitpunkt lohnt sich die Investition in ein professionelles Ticketsystem.
Für den Mittelstand und größere Unternehmen empfiehlt sich die Investition in ein etabliertes, kostenpflichtiges Tool wie beispielsweise ein CRM-System mit integriertem Servicemodul. Der große Vorteil ist, dass Infos gebündelt werden. Sonst getrennte Abteilungen können erfolgreich kollaborieren.
Das Implementieren eines hochwertigen Ticketsystems ist im Zeitalter der Digitalisierung unabdingbar. Nicht nur werden Insellösungen abgeschafft – es wird sichergestellt, dass ein Anliegen möglichst zeitnah gelöst wird. Die Bearbeitungszeit verkürzt sich, die richtige Kontaktperson wird schnell gefunden. Informationen sind transparent für jeden nachvollziehbar.
Bei der Auswahl des richtigen Ticketsystems sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass es die oben aufgelisteten Features enthält. Es besteht ansonsten die Gefahr, dass Tickets verloren gehen oder lange Bearbeitungszeiten beanspruchen.
Guter Kundenservice bildet ein Unterscheidungsmerkmal zu konkurrierenden Unternehmen und erhöht die Kundenbindung. Wer seine Customer Journey also maßgeblich verbessern möchte, für den führt kein Weg am Ticketsystem vorbei.

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